Antwort schreiben

SimCity-Tipps für Einsteiger

So 22. Jun 2008, 10:17

Dieses Tutorial ist im Sinne kein Tutorial, sondern es klärt das Spielprinzip für Anfänger auf.

Identität – finde einen Namen
Der erste Akt in einem SimCity-Spiel ist der neuen Stadt einen Namen zu verleihen. Das mag trivial erscheinen, ist aber ein prägendes Ereignis. Namen stehen für Eigenheit, Bestimmung und Identität. Sie werden meistens gegeben bevor sich die Identität zeigt und sind damit so was wie eine Annahme oder Hoffnung.
Auch für Gemeinden sind Namen nicht trivial. Für viele Jugendgruppen und neue Gemeindegründungen sind Namen nicht nur aus der Historie bedingt, sondern ist Ausdruck eines Anliegens (z.B. Open Door Church, Mosaic etc).

Werte – kläre was du willst
SimCity startet entweder mit einem bestehenden Szenario oder einer freien Spielfläche. Also ist es die Aufgabe des Spielers festzulegen, was er will: große Stadt, spektakuläre Stadt, glückliche Einwohner oder viele Sehenswürdigkeiten. Zunächst gibt es keine Probleme zu lösen; die Probleme kommen wenn man sein Ziel weiß und daher muss man sich zu einer Vision entscheiden. Für ein Dorf braucht es also einen Auftrag oder eine bestimmte Stellung, die die Art von Dorf beschreibt, die es werden soll. Das kann durch die Umwelt geprägt sein oder frei gewählt werden. Je früher man sich dieser Ausrichtung klar wird, desto bewusster kann man die Dorfplanung angehen und potentielle Bewohner können sich überlegen, ob sie das gut finden oder nicht.

Charakter – Nutze was du hast
Wenn man bei SimCity gewinnen will, dann ist ein Tipp: Beginne langsam! Die Idee dahinter ist, dass man für die ersten Sims das Land bereitstellt und dann wartet, bis dieser ihre Bedürfnisse anmelden. Zu viel Investment am Anfang kann dazu führen, dass man viel Geld in falsche Projekte steckt (Was wenn ein kleines Dorf kein Schwimmbad will?). Man sollte also mit den Bedürfnissen der Bewohner wachsen. Zu schnell zu groß ist nicht gut. Außerdem stellt man bald fest, dass kompliziertes Territorium wertvoll sein kann. Berge, Flüsse, Abhänge sind schlecht und teuer zum Bauen. Sie sind aber gut zum Wohnen und ziehen somit Bewohner an, die dort gerne und zufrieden leben. Dörfer sollten also kultiviert werden, ihren eigenen Charakter entwickeln können und mit den Gegenheiten der Umwelt wachsen.

Auf die Gründung von Gemeinde bezogen bedeutet das fast das gleiche: man muss mit den Leuten gehen. Nicht zu ideologisch vorgehen, sondern einfach gut hinhören. Viele „erfolgreiche“ Gemeinden haben genau mit diesem Frageprozess begonnen: Bill Hybels stellte sich die Frage, wie eine Gemeinde für seine Freunde aussehen sollte. John Wimber tat das auch. Rick Warren und Mike Breen haben Umfragen in ihrem Ort durchgeführt, um den Charakter und die Bedürfnisse zu erkennen. Es zahlt sich als aus, nicht mit dem idealistischen Bulldozer durch die Landschaft zu fahren, sondern Gemeinden Raum zu geben, ihren Charakter zu entfalten, selbst wenn das langsamer und teurer ist.

Infrastruktur – ohne Power geht nix
Ohne Energie funktioniert nichts. Also muss man ein Kraftwerk bauen und per Leitungen zugänglich machen. Auch wenn das nicht gerade der idyllische Start ist, braucht man Energie, um das Leben zu ermöglichen. Dörfer brauchen eben Versorgung, sowohl an Nahrungsmitteln als auch an Infrastruktur.

Zoning – die Gebiete rein halten
Wie in jeder Stadt müssen die Gebiete in SimCity nach Nutzen aufgeteilt werden: Wohngebiete, Geschäftsbereiche, Industrie. Das führt dazu, dass man sich im jedem Gebiet wohl fühlt und die nötige Infrastruktur vorhanden ist, um das Leben angenehm zu machen. Manchmal führt das zu längeren Transport- und Reisewegen, aber es gibt wirklich keine Alternative (wer will schon neben der Chemiefabrik wohnen?). Dörfer brauchen also eine Zuordnung von Aufgaben und Funktionen, um allen ihren Raum zu geben, sich auf ihre Stärken konzentrieren zu können.

Das ist im Prinzip die Idee mit SimCity: Raum schaffen, dass die unterschiedlichen Bereiche sich gut entwickeln können. Orientierung an Zielgruppen. Irgendwie gefällt mir das nicht richtig: meine Ideale wollen lieber, dass Kinder voll integriert sind, dass es soziale Unterschiede gibt, dass unterschiedliche Geschmäcker nicht das Bild dominieren.

Balance – die Steuern niedrig ansetzen
Niedrige Steuern werden gern gesehen – nicht nur in SimCity. Zu viel von den Leuten zu verlangen passt niemand, selbst wenn man das mit großer Vision rechtfertigt. Das hat zwei Effekte: man wächst langsamer (was gut ist) und man kann weniger ausgeben (was dazu führt, dass man mit den Bedürfnisse der Einwohner geht –auch gut). Dörfer müssen also die Arbeitslast für das Dorfprojekt niedrig halten. Man muss die Ausgaben genau planen und nicht jedem Wunsch nachgehen. Außerdem empfiehlt es sich, das Dorf als Ort zu sehen, das den Menschen darin dient, nicht anders herum (”Frag nicht, was die Leute für dein Dorf tun können. Frage lieber: was kann dein Dorf für die Leute tun”).

Auch bei Gemeinden muss man die Balance halten. Es sollte nicht zu viel Zeit innerhalb der Gemeinde drauf gehen. Wir haben alle noch ein Leben: Freizeit, Freunde, Familie, Sport. Es ist gut, wenn man die Mitarbeit so strukturiert, dass es die Leute unterstützt und nicht anders herum. Klar sind am Anfang viele Bedürfnisse da. Aber Gemeinden müssen wenig ausgeben, wenn sie langfristig funktionieren sollen. Das bedeutet auch, dass man sich auf wenige Aktivitäten beschränkt. Lieder weniger richtig, als zu viel mit zu dünnen Ressourcen. Ich kenne das aus eigener Erfahrung: man sieht immer Programme in anderen Gemeinden und meint, das auch in einer Gemeindegründung umsetzen zu müssen.

So 22. Jun 2008, 10:17

Antwort schreiben




Bei iphpbb3.com bekommen Sie ein kostenloses Forum mit vielen tollen Extras
Forum kostenlos einrichten - Hot Topics - Tags
Beliebteste Themen: Spiele, Forum, Bild, Bau, Auto

Impressum | Datenschutz